Entstehung der Gruppe:
Die Theatergruppe entstand im Jahre 1990. Damals wurden
anlässlich von Vereinsfeiern Sketche und Einakter aufgeführt. Ermutigt
durch das positive Echo entstand der Wunsch nach größeren Aufführungen als
eigener Theaterabend. Nachdem die Schauspieler gefunden waren und auch die
notwendigen Hilfstruppen (Bühnenbauer, Souffleusen, Maskenbildner,...) zur
Verfügung standen konnte mit den ersten Proben begonnen werden.
Zielsetzung:
Allen Beteiligten war bereits von Anfang an klar, das
nicht eine "normale" Laienspielgruppe entstehen sollte, sondern es wurden
bereits zu diesem Zeitpunkt Qualitätsmerkmale definiert, an die sich die
Gruppe bis heute gehalten hat.
- Stücke in fremder Mundart werden in die
heimatliche Mundart übertragen.
- Da die Darstellung hochwertig sein soll, sind
umfangreiche Proben notwendig.
- Das Bühnenbild muss originalgetreu, möglichst
stabil und detailgenau werden.
- Die Zuschauer sollen sich wohl fühlen.
- Der Umrahmung der Aufführung wird großer Wert beigemessen.
Bühnenbau:
Dem Bühnenbau wird von der Theatergruppe ein besonderes
Augenmerk gewidmet. Dabei wird versucht, möglichst Originalteile aus der
Zeit zu erhalten, in der das jeweilige Stück spielt. Dies ist nicht immer
einfach, bislang konnten jedoch nach einiger Überzeugungsarbeit die
benötigten Stücke von den Speichern alter Bauerhöfe geholt werden. Da die
Bühnen sehr stabil gebaut werden, können auch echte Türen und Fenster
eingebaut werden, ohne das diese bei Gebrauch wackeln oder wanken.
Trotzdem wird selbstverständlich auf entsprechende Bühnenmalereien nicht
verzichtet.
Umrahmung der Stücke:
Zur Pausengestaltung werden durch Mitglieder des
örtlichen Gesangvereines eigens Lieder getextet und einstudiert. Vor
Spielbeginn bzw. in den Pausen vorgetragen, sollen diese die Zuschauer mit
dem Inhalt des jeweiligen Stückes vertraut machen und auf besondere
Ereignisse im jeweils nächsten Akt hinweisen.
Bestuhlung:
Der zur Aufführung der Stücke benutzte Saal hat eine
maximale Anzahl von ca. 120 Sitzplätzen. Trotz dieser relativ wenigen
Plätze wird die Bestuhlung bequem und somit auch entsprechend weit
gehalten, um den Besuchern angenehme Sitzmöglichkeiten zu bieten.
Proben:
Die lange Probezeit von sechs Monaten wird genutzt, um
eine exakte Choreographie zu erreichen. Jede Geste, jede Position wird
exakt einstudiert und überprüft, um eine möglichst optimale Darstellung
des jeweils gewünschten Effektes zu erreichen. Anfangs wird einmal, ca. 4
– 6 Wochen vor der Premiere zwei- bis dreimal pro Woche, unmittelbar vor
der ersten Aufführung wird täglich geprobt.
Beleuchtung:
Es wird eine professionelle Beleuchtungstechnik
eingesetzt, um z. B. in einem Stück vorhandenen Nachtszenen gut darstellen
zu können. Trotz Dunkelheit auf der Bühne sollen die Aktionen der
Darsteller erkennbar bleiben. Dies ist nur durch den Einsatz mehrerer
Batterien von Beleuchtungseinheiten und entsprechender Steuerelektronik
möglich.
Förderung der Jugendarbeit:
Durchgeführt und weiterhin geplant sind Auftritte von
Kindern und Jugendlichen bei vereinsinternen Feiern, die den jungen
Darstellern eine erste Erfahrung mit dem Theaterspielen vermitteln und uns
Gelegenheit geben, etwaige Talente zu erkennen und entsprechend zu
fördern. Zu jeder bisherigen Generalprobe wurden alle Kinder des Dorfes
eingeladen, um ihnen eine Möglichkeit zu geben, den "Großen" bei der
Arbeit zuzuschauen.
Weiterbildung:
Von den beiden Hauptdarstellern Isabell Hauck und Klaus
Scheler sowie von der Maskenbildnerin Lore Köhler wurden im Oktober '97
eine Schulung am Theater Hof mit den Themen "Regie und Maske" besucht.
Hier ergaben sich, auch im Kontakt mit anderen Gruppen, eine Bestätigung
der bisher geleisteten Arbeit sowie wertvolle Hinweise für künftige
Aktivitäten. Weiterhin wurden die Schulungen "Bühnenbau" und "Kostüme" von
jeweils 2 Mitgliedern der Gruppe besucht.
Die Schauspieler:
- Isabell Hauck
- Oliver Göckel
- Kerstin Schmidt
- Gisela Salwender
- Hildegard Beland
- Karl-Heinz Schramm
- Elmar Schramm
- Walter Schmidt
Bisherige Aufführungen:
Die relativ junge Theatergruppe hat innerhalb kurzer
Zeit einen enormen Zuschauerzulauf erfahren. Konnten die Zuschauer anfangs
in vier Vorstellungen untergebracht werden, so sind inzwischen acht
Aufführungen notwendig, um alle Zuschauer unterzubringen.
- Kurbetrieb beim Kräuterhann
(1996)
- Eine Leiche im Schrank (1997)
- Da Gürgerkriech (1998)
- So viel Krach in einer Nacht (1999)
- Spanien Olé (2000)
- Muggenbatschn am Mistzülmsloch (2001)
- Raphael nein Zeugenstand (2002)
- "Die Silberhochzich odder Lieber an Maa wie gor kenn
Ärcher" (2005)